London / England – Ende Dezember 2005 wurden die Parapsychologen des Institute of Paranormal Research vom Eigentümer des Manor House nach Südengland beordert. Das ca. 450 Jahre alte Gebäude wurde ausschließlich von wohlhabenden Eigentümern bewohnt, bis es in den 70er Jahren zu einem Tagungshotel für Geschäftsleute umgebaut wurde und seitdem Personal und Gäste immer wieder mit ungewöhnlichen Vorkommnissen in den Räumlichkeiten konfrontiert werden.
Plötzliche Temperaturschwankungen, merkwürdige Geräusche aus dem Radio, unerklärliche Summgeräusche, Türen, die sich öffneten, obwohl sich niemand in der Nähe befindet, und eine mysteriöse Gestalt, die sich im Keller des Gebäudes blicken ließ und jedem, der sie sah, einen kalten Schauer über den Rücken jagte.
Recherchen ergaben, dass das Fundament des Hauses um 1550 erbaut wurde und trotz Modernisierungen im 18. Jahrhundert, die äußerlich einiges veränderten, blieben die Grundmauern bis heute erhalten.
Andrew "Roo" Willis, Sarah-Louise "Sulu" Long und Andy Mercer begaben sich daraufhin mit dem neuesten technischen Equipment auf Geistersuche und wurden tatsächlich fündig.
In einem der Räume erschien der Geist einer blonden jungen Frau, die ihrer Kleidung nach um das Jahr 1900 gelebt haben müsste. Die Parapsychologen glauben, dass sie auf jemanden wartete. Im Flur verflüchtigte sich ihre Anwesenheit und eine neue Erscheinung überlagerte die Sinne der Parapsychologen. Dort wandelte anscheinend Edith herum. Sie nahm Kontakt mit Andy Mercer, einem spirituellen Medium von IoPR, auf und erklärte ihm, dass sie zu Lebzeiten Gouvernante zweier Kinder war und vermutlich auch ihre Tante.
In einem der Gästezimmer sahen drei der IoPR-Geister-Forscher die Anwesenheit eines Mannes in einem langen Mantel und Reithosen, der das Gefühl vermittelte, dass er ehemals Thomas oder Howard genannt wurde und finanzielle Angelegenheiten zu regeln hatte. Wie sich später herausstellte, war der Finanzier einstmals mit der Spukgestalt Edith verlobt, doch Thomas/Howard verstarb bereits vor der Hochzeit, irgendwann während des 1. Weltkrieges, allerdings konnten seine genauen Todesumstände nicht geklärt werden. Nach seinem Hinscheiden hatte sich Ediths Leben auf drastische und tragische Weise verändert, und sie wurde von Jahr zu Jahr trauriger.
Neben dem Gespenst Edith nahm Andy Mercer die paranormalen Erscheinungen eines etwa 12-jährigen aufgeputzten Mädchens und eines siebenjährigen kränklichen Jungen wahr. Anscheinend wurde das Mädchen, als es noch in unserer körperlichen Welt existierte, von ihrer Mutter bevorzugt, denn der traurige Phantom-Junge vermittelte, dass er immer mit dem bösen Vater verglichen wurde. Wie sich später herausstellte, verbrachten die beiden Kinder ihren Alltag nicht im Manor House, sondern kamen lediglich in den Sommermonaten zwischen 1900 bis 1910 zu Besuch.
Nach dem jenseitigen Kontakt mit den Kindern untersuchten Andrew "Roo" Willis, Sarah-Louise "Sulu" Long und Andy Mercer einen kleinen Raum, der ein undefinierbares Gefühl vermittelte. Gepaart mit körperlicher Übelkeit bekamen sie den ungewöhnlichen Eindruck, dass sich hier ein brennender Hund aus dem Fenster gestürzt hatte.
Letztendlich bestätigten die Parapsychologen, dass das ganze Hause von paranormalen Phänomenen frequentiert ist, doch außer den belegbaren Temperaturunterschieden und einer Fotografie, die aufzeigt, dass sich ein an der Wand hängendes Kruzifix bewegt hatte, konnten sie weder Audio- noch Video-Beweise vorlegen. Da IoPR die Nachnamen der "Geister" nicht in Erfahrung bringen konnte, waren sie nicht in der Lage, historische Zusammenhänge zu recherchieren.


















