Nachdem die Bevölkerung mit BSE, Geflügelpest und Sweinegrippe (H1N1-Virus) aufgeschreckt wurde, war es eine Weile still, was die Panikmacherei um Epidemien betraf.
Das soll anscheinend jetzt ein Ende haben. Bereits in der ersten Hälfte des Augusts warnten Wissenschaftler der Cardiff University, der Health Protection Agency und internationale Kollegen vor einem neuen Bakterium, mit dem sich annähernd 50 Briten infiziert hätten, als sich diese in Indien und/oder Pakistan jeweils einer Schnäppchen-Schönheitsoperation unterzogen hätten. In Großbritannien mussten die "Aufgehübschten" in Krankenhäusern behandelt werden und hätten dort bereits Patienten angesteckt, heißt es seitens der Experten.
Momentan versuchen die Mediziner der Infektion mittels einer Antibiotika-Kombination entgegenzuwirken. Um keine Epidemie ausbrechen zu lassen werden die Geräte in den Hospitälern gründlich desinfiziert. Das Personal wurde angehalten die Hände mit einer Spezialseife zu reinigen, da bereits in den USA, Kanada, Australien und den Niederlanden ähnliche Fälle aufgetreten seien.
New Delhi Metallo-beta-lactamase
Der gefährliche Organismus würde das Enzym NDM-1 bilden und sei somit unverwundbar, heißt es seitens der besorgten Wissenschaftler. Unter Umständen wäre das ein guter Nährboden für neuartige Krankheitserreger, die wiederum hochansteckende Infektionen auslösen könnten, gegen die bisher kein Kraut gewachsen sei, gaben die Experten zu bedenken. Wirksame Medikamente seien frühestens in frühestens in zehn bis zwanzig Jahren zu erwarten, heißt es seitens der Mediziner.
Indische Ärzte fühlen sich als Opfer einer Verschwörung
Zur Zeit sind die indischen Ärzte etwas erbost, da ihnen, seitens der Briten, angelastet wird, das hypergefährliche Bakterium käme aus ihren Reihen. Sie brachten das Thema im Parlament zur Sprache gebracht und äußerten, dass sie Opfer einer Verschwörung seien, zumal "NDM-1 als New Delhi Metallo-beta-lactamase" bezeichnet wird.
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