Die dunkle Welt unter den Straßen Portlands fasziniert immer wieder durch mystische Legenden über geheimnisvolle Geister und mysteriöse Piratengeschichten.
Die meisten Bewohner haben viel Respekt vor ihrem unheilverheißenden Shanghai-Tunnelsystem, das aus einem ausgeklügeltem System miteinander verbundener Keller besteht und sich vom North End (der heutigen Altstadt, Skidmore-Brunnen, und Chinatown) bis zur Südseite (heute südwestlich Innenstadt) erstreckt. Die naturbelassenen Backsteine und Rundbögen, gepaart mit den zahlreichen Geistergeschichten verleihen dem „Tunnel“ die Ausstrahlung eines riesigen Grabmals, das jährlich viele neugierige Touristen anlockt.
Wie es heißt, sollen dort die meisten paranornalem Phänomen von ganz Oregon: stattfinden
Unter anderem sei das unheimliche Weinen und Rufen einer Mutter zu hören sein, die auch nach mehr als 150 Jahren nach ihrer entführten Tochter sucht.
Forscher Northwest Paranormal Investigations berichteten von dem verführerischen Parfumduft, das von einer verstorbenen Prostituierten Nina herrühren soll, deren Leben gewaltsam beendet wurde als sie über die kriminellen Machenschaften in Portland plauderte. Aber auch mysteriöser Zigaretten und Pfeifentabakgeruch sei schon verzeichnet worden. Seltsame Geistwesen würden hin und wieder durch die unterirdischen Gänge wandeln, heißt es. Sollte man die Hand eines Verstorbenen auf dem Rücken spüren, dürfe man sich auf keinen Fall umdrehen, rät Michael Jones, der sich schon jahrzehntelang mit den paranormalen Phänomenen des Tunnelsystems beschäftigt.
Portland war, wie auch andere Hafenstädte an der Westküste der USA, berüchtigt für das sog. *Schanghaien von Seeleuten. Ein ursprünglich für legale Zwecke angelegtes Tunnelsystem, dass sich über mehrere Häuserblöcke der Innenstadt erstreckte, stand daher im Ruf, als Shanghai-Tunnel für Kidnappings genutzt zu werden.
Eltern warnten ihre Kinder am Hafen zu spielen, denn oftmals verschwand der Nachwuchs in den Katakomben auf nimmer wiedersehen. Doch auch Seeleute, Holzfäller, Cowboys, Schafhirten wurden regelmäßig Opfer der Shanghaier und wurden für ein Blutgeld an Schiffsoffiziere und Kapitäne verkauft. Aufzeichnungen belegen.
Frauen wurden vorwiegend in Restaurants oder auf Tanzveranstaltungen gekiddnapt, danach als Prostituierte verkauft oder
Schnell bekam Portland weltweit den Beinamen „unheavenly“, oder „verbotene“ Stadt, in der es nicht ratsam sei sich niederzulassen. Anscheinend wurden die Warnungen sehr ernst genommen, denn im Jahre 1850 hatte Portland lediglich rund 800 Einwohner.
…* Schanghaien bezeichnet in der Seemannssprache das gewaltsame "Pressen" von Seeleuten; angeblich aus Schanghai herrührend.


















