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Immer wieder fällt mir auf, dass gerade Wahrsager und Astrologen wie Pilze aus dem Boden wachsen. Selbsternannte spirituelle Therapeuten und Lebensberater bieten ihre Dienste an. Anstatt einer Rechnung gibt es heutzutage den “energetischen Ausgleich”, in Form von Euroscheinchen oder Banküberweisungen, versteht sich.
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Längst gehört es zum Guten, dass man seinen Stamm-Berater konsultiert oder sich einem TV-Ratgeber anvertraut, der flugs ein paar Karten auslegt oder sein Astroprogramm startet, um dem Problem, gleich welcher Natur, mit einer Lösung den Garaus zu machen.
Da stellt sich die Frage, warum man seine Krankheiten, Beziehungsprobleme, finanziellen Schwierigkeiten oder andere Unpässlichkeiten an Wahrsager, Astrologen, Hellseher oder spirituelle Medien abgibt und eine Schnell-Lösung (ich nenne das “Fast-Tourbleshooting”) erwartet.
Wir sind nun mal nicht EINS, jedenfalls nicht hier auf dieser Erde. Jeder hat sein eigenes Weltbild und lässt das natürlich auch in den Beratungsgesprächen mit einfließen, unbewusst und ohne es selbst zu merken oder zu wollen. Somit erhält man im besten Fall die Information, wie der Berater das Problem lösen würde, falls er es hätte. Doch ist das auch für den Fragenden der beste Weg?
Natürlich ist es einfacher, wenn man sich selbst keinen Kopf zu machen braucht, doch letztendlich ist es wie mit Fastfood: es macht nur sehr kurzfristig satt, denn am Ende erhalten wir doch immer nur das was wir (unbewusst) erwarten (selbsterfüllende Prophezeiungen).
Liebe Grüße
Scully van Funkel
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