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Eine Kurzgeschichte arbeitet auf einen einzigen, zentralen Höhepunkt hin und sollte höchstens 20 Seiten umfassen. |
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit Freunden zusammen und plaudern angeregt über Wendepunkte im Leben. Zu diesem Thema hat jeder etwas zu sagen und so beginnen die einzelnen Personen ihre Geschichten zu erzählen:
- Ich kannte mal eine Person, der ist dies und das passiert …
- Ich habe einen Freund, dem ist folgendes passiert …
- Mir ist auch mal eine merkwürdige Geschichte passiert…
- Ich hab von dem Mann meiner Nachbarin gehört, dass ….
Der Erzähler wird nur von diesem einen Ereignis berichten, das mit einem Wendepunkt (Pointe) endet. Natürlich würde keiner die Pointe an den Anfang der Geschichte stellen, sondern zuerst die Neugier der Zuhörer wecken. Die Geschichte wird aufgebaut. Erst eine Einleitung, um das Interesse zu wecken, danach die eigentliche Geschichte und am Ende das Ereignis, das zum Wendepunkt führte.
Wie beginne ich eine Kurzgeschichte?
Bevor die Geschichte niedergeschrieben wird, sollte man eine genaue Vorstellung von der Person haben, über die man schreibt. Beobachten Sie die Hauptfigur, die Ihrer Geschichte Leben einhaucht.
Vor dem Geistigen Auge muss die “fiktive Figur” greifbar sein, auch wenn es in der Kurzgeschichte selbst, keine detaillierte Beschreibungen geben wird, sollte zumindest der Autor eine genaue Vorstellung von seiner Hauptperson haben. Ob die Hauptfigur ihre Fingernägel feilt oder schneidet ist unwichtig, es sei denn es ist für den Wendepunkt relevant.
Wichtig: In einer Kurzgeschichte werden körperliche Merkmale und Charakterzüge einer Person nur grob umrissen.
Wer mag, sollte eine Biografie von seiner fiktiven Figur erstellen. Eine gut erstellte Hauptfigur kann für viele weitere Geschichten genutzt werden und Hunderte Abenteuer erleben.
Entstehung einer Herausforderung in Kurzgeschichten:
- Mit welchem Ereignis wird ihre Hauptfigur konfrontiert?
- Was muss sie bewältigen?
- Welche Geschichte soll der Leser erfahren?
- Was kann zu einer Veränderung führen?
Beispiel:
Eine Person überwindet eine Phobie und verändert dadurch sein Leben
Schlüsselwörter notieren, aber bitte bei einem einzigen Thema bleiben, schließlich soll nur eine kurze Geschichte sein, die ein einziges Ereignis beschreibt und kein Roman
- Angst die Wohnung zu verlassen, Angst vor Höhe, Angst vor Keimen
- Einsamkeit, Isolation, Zwangshandlungen,
- Wohnungsbrand, Selbstmörder auf Dach, kranke Person braucht Hilfe
Metaphern und Symbole in Kurzgeschichten
In einer Kurzgeschichte wird selten auf Details eingegangen. Autoren arbeiten oftmals mit Symbolen, die dem Leser ein Gespür für die Stimmungen vermitteln und ganz nebenbei eingeflochten werden
Düstere oder heitere Stimmung erzeugen:
- durch das Wetter
- Umgebung
- Gegenstände / Symbole
- Körperhaltung der Figuren
- Kleidung
Werden Sie zum Kurzgeschichten-Erzähler
Falls Sie nun ungefähr wissen, was Sie schreiben wollen, dann erzählen Sie sich selbst einige Varianten der Geschichte. Durch diese Methode wird eine Kurzgeschichte noch lebendiger und fühlt sich an, als wäre es tatsächlich passiert.
Nun geht es ans Schreiben.
- Einleitung,
- Mittelteil
- Wendepunkt
Oftmals sind Kurzgeschichten am Ende länger als man beabsichtigt hat, deshalb kann es hilfreich sein, das Manuskript ein paar Tage wegzulegen und danach alles zu kürzen, was für den Kern der Aussage unwichtig ist.
Die endgültige Version nochmals laut vorlesen und eventuell inhaltliche Unstimmigkeiten ausbessern, Grammatik, Rechtschreibung sowie Kommas überprüfen.
Viel Erfolg
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