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Einige Autoren propagieren zwar, dass man über die Namen der Romanfiguren erst nachdenken sollte, wenn die Romanfigur schon einigermaßen Gestalt angenommen hat, doch manchmal wollen die Figuren einfach nicht lebendig werden. |
Eine gute Methode, um sich mit einer Romanfigur anzufreunden ist die Wort-Methode.
Zuerst wählt man einen Namen.
Jedem Buchstaben des Namens werden eine oder mehrere Eigenschaften zugeordnet.
Beispiel1: Robert, mit schlechten Eigenschaften
- Reizbar, rachsüchtig, rabiat
- Oberflächlich
- Berechnend
- Engstirnig
- Redegewandt
- Taktlos, tyrannisch
Beim Auflisten der Charaktereigenschaften entsteht vor dem “Geistigen Auge” ein Bild. Nun kann man der Person eine Form geben.
Vielleicht erfüllt er ein bekanntes Klischee?
- Robert aus Beispiel 1 ist ein Bösewicht
- Alter: Mitte 30
- Haarfarbe: dunkelbraun bis schwarz
- Augenfarbe: stechende, fast schwarze Augen
- Größe: 1,80 Meter
- Gewicht: 90 Kilo
- Statur: Durchtrainiert, muskulös
- Besondere Merkmale: Gerötete Haut
Beispiel 2: Robert, mit guten Eigenschaften
- Romantisch
- Offenherzig
- Begeisterungsfähig, belastbar
- Energievoll
- Redlich
- Treu
Vielleicht erfüllt auch er ein Klischee?
- Robert aus Beispiel2 ist ein guter Charakter
- Alter: Mitte 30
- Haarfarbe: Blond
- Augenfarbe: Leuchtendes, helles Blau
- Größe: 1,80 Meter
- Gewicht: 95 Kilo
- Besondere Kennzeichen: weiche, helle Haut
Hunderte Figuren erschaffen
Auf diese Weise lässt sich eine große Ansammlung fiktiver Figuren (Protagonisten, Antagonisten, Titelfiguren, Nebenfiguren) anlegen, die sich prima in Kurzgeschichten einbauen lassen.
Bisweilen inspiriert diese Wortmethode sogar zu neuen Storys und lässt “Fiktive Welten und Handlungen” vor dem “Inneren Auge” entstehen.
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