Wie tragisch eine Dämonenaustreibung enden kann zeigt ein Fall in Mexico, bei dem neun Mitglieder einer Familie, wegen einer grausamen Teufelaustreibung, verurteilt wurden, bei der zwei angeblich besessene Kinder auf grausame Weise getötet wurden.
Wie ermittelende Beamte erklärten, waren die Eltern, Großeltern und Tanten eines 7 Monate alten Babys und eines 13 Jahre alten Mädchens davon überzeugt, dass diese von Dämonen und Teufeln besessen seien. Um die boshaften Geister zu vertreiben und den Rest der Familie vor diesen zu schützen, sahen die festgenommenen Verwandten der beiden Kinder keine andere Möglichkeit als diese in einem von Gebeten und Gesang begleiteten Ritual zu töten und so auch den bösartigen Dämonen den Garaus zu machen.
Kinder zu Tode geprügelt und erschlagen
Wie ein Sprecher der Polizeibehörde weiterhin schilderte, wurde das Kleinkind, in einem von Kerzenlicht erhellten Raum, auf brutale Art und Weise zu Tode geprügelt. Das ältere Mädchen wurde mit mehreren Steinhieben erschlagen. Neben den beiden Kinderleichen fanden die Beamten des Weiteren auch tote Tiere, unter anderem mehrere Hühner, welche wahrscheinlich als Opfergabe dienten.
Die genaue Ursache und der Auslöser für den Glauben, dass die beiden Mädchen von Dämonen besessen sein, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Jedoch befanden sich die Täter laut einem psychiaterischen Gutachten, welches die Richterin Ana Maria Raya Razo verlas, in einem starken psychotischen Zustand, welcher mit heftigen Desillusionen und Halluzinationen einherging.
Eltern glaubten an Dämonenbessenheit
"Sie sagten unter anderem, dass sie Tiere und Dämonen in den Mädchen sahen", erklärte Raya Razo." So sollen die Kinder Tiergesichter, etwa das Antlitz von Affen, gehabt haben. Des Weiteren gingen die Eltern davon aus, dass die Kinder Dämonen in sich tragen würden und getötet werden mussten, um die Familie zu schützen"
Informiert wurde die Polizei über die grausame und brutale Tat durch einen anonymen Telefonanruf. Sofort nach der Meldung begaben sich mehrere Gesetzeshüter auf den Weg nach Guanajuato, dem Ort in welchem sich das grausame Verbrechen zutrug.
Wegen psychischen Störungen nicht schuldfähig
Am Tatort fanden die Beamten die verstümmelte Babyleiche und den geschundenen Körper der 13-jährigen Knaben, welcher an einen Pfahl gebunden war.
Auf dem Anwesen der Familie entdeckten die Polizeibeamten weiterhin 10 Familienmitglieder, welche seit 3 Tagen in einem Haus eingesperrt waren. Der Grund hierfür war, dass diese die Vertreibung der angeblichen Teufel und die Ermordung der Kinder nicht dulden wollten.
Die Richterin, welche die Verhandlung des Falles führte, erklärte, dass die Eltern der beiden Kinder an der Tötung beteiligt waren, aber angesichts ihrer psychischen Störung nicht schuldfähig sind. Auch die anderen Verwandten der Opfer, welche an der Tat teilnahmen, konnten nicht schuldig gesprochen werden.
Jedoch wurden zunächst acht der festgenommenen Kindermörder zu einer langfristigen, mehrjährigen psychiatrischen Behandlung in einer geschlossenen Anstalt verurteilt. Wobei sie bei erkennbarer Besserung ihres Zustandes schon vor Ablauf der 40-jährigen Frist entlassen werden könnten.
Anstifterin schizophren
Eine Verdächtige, welche als Anstifter der brutalen Tat gilt, wurde später ebenfalls in eine psychiatrische Anstalt überwiesen, nachdem sie, während ihrer Inhaftierung, Anzeichen einer schizophrenen Psychose zeigte
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